Klimatisierung
Motorkühlung
Klimatisierung
Klimagerät
Optimaler thermischer Komfort ist sowohl bei Pkw als auch bei Nkw von entscheidender Bedeutung. Dabei steht nicht nur der reine Komfort im Vordergrund, sondern auch Sicherheitsaspekte: Ein entspannter Fahrer kann sich besser auf das Verkehrgeschehen konzentrieren. Behr deckt mit seinen Klimageräten den kompletten Markt ab: Vom Kleinwagen, zur Oberklasse bis zum schweren Nkw. Behr kann mit seinen Klimageräten bis zu vier Klimazonen und verschiedene Klimastile (z.B. durch die Klimaregelung PHYSIO-CONTROL®) in der Fahrzeugkabine realisieren. Für die Passagiere der zweiten oder dritten Sitzreihe lässt sich der individuelle Klimakomfort durch den Einsatz eines Fondklimageräts sicherstellen. Kleinstgebläse ermöglichen es den Insassen im Fond, Luftmenge und Luftverteilung individuell einzustellen und können z.B. in Luftkanälen eingebaut werden.
Klimawärmeübertrager
Im Verdampfer wird das komprimierte Kältemittel entspannt; es verdampft, kühlt dadurch stark ab und entzieht dabei der Kabinenluft Wärme. 2002 hat Behr als erster einen Flachrohrverdampfer in Serie gebracht. Im Vergleich zu den bis dahin üblichen Scheibenverdampfern benötigen Flachrohrverdampfer bei gleicher Leistung weniger Platz. BehrOxal®, eine von Behr entwickelte umweltfreundliche Beschichtung sorgt für einen guten Wasserablauf, reduziert so die Geruchsbildung durch Mikroorganismen. bietet einen verbesserten Korrosionsschutz ohne Chrom(VI) und erfüllt somit die Richtlinien der EU-Altautoverordnung.
Um den Innenraum eines Fahrzeugs zu erwärmen, muss der Heizkörper mit dem Wärmeangebot des Motors – der Temperatur des Kühlmittels ‑ auskommen. Die Heizkörper von Behr sind auf die jeweiligen Motoren und deren Heizleistung perfekt abgestimmt. Sie zeichnen sich durch eine hohe Stabilität, geringer Bautiefe und einem geringem kühlmittelseitigem Druckabfall aus.
Komfortdüse
Der Anspruch an die Fahrzeuge im mittleren und oberen Marktsegment ist es, Komfort, Sicherheit und Funktionalität in sich zu vereinen und die individuellen Wünsche seiner Kunden in jeder Hinsicht zu erfüllen. Ein großes Manko im Bereich der Klimatisierung war bislang, dass der Luftstrom der Klimaanlage zu fokussiert und zu direkt auf die Fahrzeuginsassen gerichtet war, sprich: die Klimaanlage zog und wurde deshalb häufig nicht optimal genutzt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Ausströmern besteht die Komfortdüse nicht aus einem, sondern aus zwei Luftkanälen: Einem wendelförmigen Diffuskanal und einem zentriert verlaufenden Spotkanal. Im Diffuskanal erhält der Luftstrom durch die Kanalgeometrie einen Drall, wodurch der Luftstrom zu einem breiten wolkenartigen Feld aufgefächert wird. Er wird so vom Fahrzeuginsassen nicht mehr als störend, sondern als zugfreier, diffuser Luftstrom erlebt. Durch den mittigen Spotkanal wird der Luftstrom dagegen stark gebündelt, wodurch wird eine sehr direkte und gerichtete Anströmung möglich wird.
Je nach Komfortempfinden kann der Fahrzeuginsasse die beiden Luftströme kombinieren, so dass verschiedene Belüftungsvarianten möglich werden:
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Direkte Belüftung: Der Luftstrom wird durch den Spotkanal geleitet. Der gebündelte Luftstrahl kann gezielt auf einen Punkt gelenkt werden.
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Maximale Luftmenge: Die Luft wird teilweise aufgefächert und gebündelt. Dadurch ist eine maximale Luftzufuhr möglich.
Der Kunde kann erstmals nicht nur Richtung und Luftmenge sondern auch das Ausströmverhalten des Luftstroms bestimmen. Durch die Komfortdüse gelangt so die Klimatisierung direkt erlebbar in Kundenhand.
Gebläse
Nicht nur der thermische, sondern auch der akustische Komfort ist von entscheidender Bedeutung. Das Gebläse ist eine der Hauptgeräuschquellen. Aktuelle Gebläsekonzepte von Behr erfüllen drei Anforderungen: Sie benötigen trotz großer Luftmenge wenig wertvollen Bauraum, arbeiten mit hohem Wirkungsgrad und bilden die Basis für eine angenehme Akustik des Klimageräts. Um diesen Wettbewerbsvorsprung weiter auszubauen erforscht Behr die aerodynamischen Details und setzt dabei auf modernste Simulationsverfahren und auf anspruchsvolle Meßmethoden.
Luftqualität
In Zukunft wird die Luftqualität im Fahrzeuginnenraum immer wichtiger: Filter, Schadstoffsensoren, Beschichtungen des Verdampfers, Beseitigen von Keimen im Klimagerät sowie individuelle „Luftveredelung“, z.B. über dezente Beduftung sind in Fahrzeugen immer häufiger zu finden.
PTC-Zuheizer
Moderne, verbrauchsoptimierte Motoren liefern bei Kaltstart und bei bestimmten Fahrsituationen nicht immer genügend Abwärme für eine schnelle Erwärmung des Innenraums. Um dennoch klare Scheiben und optimalen thermischen Komfort zu gewährleisten, wird der Fahrgastraum mit Hilfe von elektrischen PTC-Zuheizern, die ihre Energie aus dem Bordnetz erhalten, zusätzlich beheizt. Durch die Integration des PTC in den Heizkörper können extreme Bauraumreduktionen ohne Komfortverlust eingehalten werden. PTC-Zuheizer finden aber auch außerhalb des Klimageräts immer häufigere Anwendung, z.B. in Sitzen, Kopfstützen oder im Fußraum.
Standklimatisierung für Nkw
Als erster Anbieter brachte Behr 2001 eine in das Klimagerät integrierte Standklimatisierung für Nkw in Serie. Das Gerät hält die Fahrerkabine nach dem Abschalten des Motors rund acht Stunden angenehm kühl. Während der Fahrt nimmt ein Kältespeicher überschüssige Kälte aus dem Kältekreislauf auf und gibt sie nach und nach wieder ab. Der Wiederaufladeprozess dauert bei Normalfahrt nur rund drei Stunden.
Motorkühlung
Kühlmodul
Kühlmodule enthalten verschiedene Komponenten der Motorkühlung sowie den zum Klimakreislauf gehörenden Kondensator. Um einen höchstmöglichen Wirkungsgrad zu erreichen, sind sämtliche Einzelkomponenten optimal aufeinander abgestimmt. Je nach Fahrzeugkonzept können die Komponenten im Baukastenprinzip zusammengefügt werden - das reduziert den Entwicklungs-, Produktions- und Logistikaufwand.
Kühlmittelkühler
Wichtigster Bestandteil eines Kühlmoduls ist der Kühlmittelkühler. Er besteht aus Kühlerblock und Kühlmittelkästen mit allen erforderlichen Anschlüssen und Befestigungselementen. Der Kühlerblock wird in der Regel aus Aluminium, die Kühlmittelkästen werden aus glasfaserverstärktem Polyamid gefertigt.
1998 brachte Behr als erster den Ganz-Aluminium-Kühler in Serie. Im Vergleich zur Version mit Kunststoffwasserkästen ist er leichter, hat deutlich weniger Bautiefe und ist als Ganzes recyclingfähig.
Ladeluftkühler
Leistungssteigerung im gesamten Drehzahlbereich, niedrigerer Kraftstoffverbrauch, weniger Emissionen, thermische Entlastung des Motors: Es gibt viele Gründe, die Verbrennungsluft aufgeladener Motoren mit Ladeluft/Luftkühlern oder mit Ladeluft/Kühlmittelkühlern zu kühlen. Man unterscheidet die direkte Ladeluftkühlung mit Umgebungsluft und die indirekte Ladeluftkühlung über das Kühlmittel an die Umgebungsluft.
Künftig wird die indirekte Ladeluftkühlung weiter an Bedeutung gewinnen. Sie bietet im Vergleich zur direkten Ladeluftkühlung Bauraum- und Fahrdynamik-Vorteile. Bei der indirekten Ladeluftkühlung wird der Ladeluftkühler nicht im Frontend, sondern sehr nah am Motor angebracht. Der zusätzlich erforderliche Niedertemperatur-Kühlmittelkühler ist Bestandteil des Kühlmoduls. Aufgrund der geringeren Tiefe des Niedertemperatur-Kühlers im Vergleich zu einem konventionellen Ladeluftkühler steht im Frontend mehr Platz zur Verfügung, z. B. für Maßnahmen zum Fußgängerschutz. Die motornahe Anbringung des Ladeluftkühlers ermöglicht kürzere Ladeluftleitungen, was den Druckverlust etwa halbiert. Durch die höhere Dichte der gekühlten Ladeluft und den geringeren Druckverlust steht dem Motor mehr Luft für die Verbrennung zur Verfügung. Die Folge: Das Ansprechverhalten des Motors wird verbessert.
Aufgrund immer strengerer Emissionsvorschriften wird die Nachfrage nach indirekten Ladeluftkühlungskonzepten für Nutzfahrzeuge weiter steigen. Dabei müssen die Ladeluftkühler besonders bei schweren Nutzfahrzeugen hohen Drücken und Temperaturen standhalten. Mit festigkeitsoptimierten Ladeluftkühlern tragen wir diesen erhöhten Anforderungen Rechnung. Auch künftig wird die weitere Verbesserung der Festigkeit ein Entwicklungsschwerpunkt in diesem Bereich sein.
Kondensator und Kondensatormodul KOMO®
Der Kondensator - ein Bestandteil des Klimakreislaufs - ist im Kühlmodul integriert. Behr produziert gelötete Flachrohrkondensatoren, die bei geringer Bautiefe viel Leistung bieten. Sie ermöglichen eine rasche Abkühlung des Fahrgastinnenraums, da Wärmeübergang und Druckabfall auf der Kältemittel- und auf der Luftseite optimal abgestimmt sind.
Das von Behr entwickelte Kondensatormodul KOMO® bildet eine durch Lötung verbundene Einheit aus Flachrohrkondensator und Sammel-/Ausgleichsbehälter mit integriertem Trockner. Die Vorteile des Moduls: ein stabiles Regelverhalten des Kältekreislaufs über einen langen Zeitraum, die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sowie ein verringerter Aufwand in der Logistik und Montage. Die zweite Generation des Kondensatormoduls– KOMO® 2 – ist bei identischer Leistungsfähigkeit leichter als sein Vorgänger. Er benötigt weniger Platz im Kühlmodul und kommt mit weniger Kältemittel aus.
Abgaswärmeübertrager
Die neuen Abgasnormen für Pkw und Nkw mit Dieselmotoren lassen sich nicht mehr nur durch innermotorische Maßnahmen erfüllen. Eine Möglichkeit, die neuen Grenzwerte zu erreichen, ist die gekühlte Abgasrückführung. Dabei wird der ein Teil des Hauptabgasstroms zwischen Motorauslass und Turbine entnommen, in einem speziellen Wärmeübertrager gekühlt und der Ansaugluft nach dem Ladeluftkühler wieder beigemischt. Dadurch sinkt die Verbrennungstemperatur im Motor und die Bildung von Stickstoffoxiden (NOx) wird reduziert.
Behr war von Anfang an federführend bei der Entwicklung von Abgaswärmeübertragern. Seit 1999 ist die gekühlte Abgasrückführung bei Pkw in Serie. Die lasergeschweißten Abgaswärmeübertrager von Behr zeichnen sich durch eine sehr hohe Korrosionsfestigkeit aus.
2005 brachte Behr eine weitere Innovation auf den Markt: den schaltbaren Abgaswärmeübertrager mit ins Kühlergehäuse integrierter Bypassstrecke. Um den Schadstoffausstoß konstant niedrig zu halten, setzt der Bypass die Kühlung des rückgeführten Abgases in bestimmten Fahrsituationen - z. B. während der Kaltstartphase - außer Kraft.
Ölkühler
In hoch belasteten Motoren wird das Motoröl gekühlt. Dadurch lassen sich Ölwechselintervalle verlängern und die Lebensdauer des Motors erhöhen. Die Ölkühlung übernehmen Öl/Luft-Wärmeübertrager oder kühlmittelgekühlte Ölkühler. Fahrzeuge mit Automatikgetrieben und hoch belasteten Schaltgetrieben benötigen einen Getriebeölkühler. Man unterscheidet zwischen luft- und kühlmittelgekühlten Typen. Letztere können je nach Anforderung in den Kühlmittelkasten oder Motorblock eingebaut oder extern am Motor, Getriebe, Kühlmodul oder Ölfiltergehäuse angebaut werden.
Visco®-Lüfter
Zur Wärmeabfuhr bei Nkw- und starken Pkw-Motoren benötigt man neben leistungsfähigen Kühlern auch Lüfter und Lüfterantriebe, die die Kühlluft besonders effizient bereitstellen.
Der elektronisch geregelte Visco®-Lüfter von Behr erhöht den Fahrkomfort und reduziert den Kraftstoffverbrauch durch eine niedrige Leerlaufdrehzahl sowie schnelles Zu- und Abschalten. Der Lüfter kann selbst in Fahrzeugen mit sehr hohem Luftleistungsbedarf im Leerlauf ohne zusätzliches Elektrogebläse betrieben werden. Die optimal auf den Lüfter abgestimmte Visco®-Kupplung passt die Kühlung dem jeweils aktuellen Bedarf an. Sie erkennt alle für die Kühlung und Klimatisierung relevanten Temperaturen und regelt exakt die erforderliche Drehzahl.
Die neue Lüftergeneration von Behr garantiert nicht nur eine hohe Effizienz bei minimalem Schalldruckpegel, sie sorgt auch für die optimale Belüftung der Visco®-Kupplung, selbst wenn diese thermisch hoch beansprucht ist.
Neben Visco®-Lüftern und -Lüfterkupplungen entwickelt Behr auch Elektrolüfter. Diese E-Lüfter kommen bei weniger starken Pkw-Motoren zum Einsatz. Die aerodynamische Abstimmung von Kühlmodul und Lüfter gewährleistet eine effiziente Motorkühlung bei optimierten Kosten.